Aussichtspunkt Haidach: Geheimtipp mit prächtigem Panorama
Pforzheim. Die Innenstadt kann man sehen, das Altgefäll, den Mäuerach, den Wartberg und das Naturschutzgebiet „Mangerwiese Wotanseiche“: Wenn das Wetter gut und der Himmel wolkenlos ist, bietet der Aussichtspunkt Haidach einen spektakulären Blick auf Pforzheim und die Umgebung. Dass auf der rund 435 Meter hohen Bergkuppe seit kurzem vier Sitzquader aus rotem Stein zum Verweilen einladen, ist zum einen den städtischen Technischen Diensten zu verdanken. Und zum anderen den Anwohnern des Stadtteils, die die Idee dazu hatten.
Mit ihr gingen sie auf Waldemar Meser und Rolf Constantin zu, die sich daraufhin mit der Stadtverwaltung in Verbindung setzten.
„Ich finde es großartig, dass wir hier so ein Engagement haben“, sagt Oberbürgermeister Peter Boch, der allen Beteiligten dankbar ist für ihren Einsatz.
Boch berichtet von einer tollen Kooperation mit Forst BW, auf dessen Gebiet und in dessen Zuständigkeit der Aussichtspunkt liegt. Seine Mitarbeiter kümmern sich weiterhin um das Mulchen der Fläche, während die Stadt den ebenfalls von den Technischen Diensten aufgestellten Mülleimer leert.
n der Vergangenheit hatte der Forst auf der Bergkuppe immer wieder Aufenthaltsmöglichkeiten geschaffen, die allerdings regelmäßig zerstört worden sind.
Schutt und Verwilderung
Als Constantin 1967 auf den Haidach kam, hat er noch ein paar Jahre miterlebt, wie der Berg mit Schutt immer weiter erhöht wurde. Nachdem die neu entstandene Bergkuppe anschließend für einige Zeit der Verwilderung überlassen wurde, hat der damalige Revierförster zusammen mit seinen Auszubildenden aufgeräumt und eine Blockhütte erstellt.
Constantin weiß noch, dass sie nicht lange stand, dass zuerst die Dachpappe und dann die ganze Hütte brannte. Nachdem mit einer zweiten Hütte dasselbe passiert war, wagte man 2017 einen neuen Anlauf mit Sitzbänken aus Holz. Doch auch diese hielten laut Revierförster Philip Hasler nur ein paar Monate.
In den nun platzierten Steinquadern sieht er daher eine gute Möglichkeit, um Vandalismus zu verhindern und gleichzeitig die Attraktivität des Aussichtspunkts zu erhalten, der vielen Pforzheimern auch als „Schauinsland“ bekannt ist.
Laut Constantin handelt es sich in der Kernstadt mit 435 Metern um die höchste Erhebung noch vor dem ebenfalls mit Schutt erhöhten Wallberg, der nur rund 418 Meter hoch ist. Hinauf führt neben einem geteerten Fußweg auch ein relativ steiler, aber idyllisch im Wald gelegener Pfad. Früher wurde dieser laut Constantin als Rodelbahn genutzt. Doch seitdem es dort zu einem schweren Unfall gekommen ist, verhindern große Felsblöcke die Durchfahrt.
