Bad Wildbader Klinik soll ans andere Ende der Stadt umziehen
Bad Wildbad. Beim Neujahrsempfang der Stadt Bad Wildbad ist Bürgermeister Marco Gauger auch kurz auf die Planungen im südlichen Bereich des Wildbader Kurparks eingegangen. Vorwärts gehen solle es mit der Umwandlung des ehemaligen Hotels Valsana zum Familienhotel und der neuen Heinrich-Sommer-Klinik, erläuterte das Stadtoberhaupt.
Den Klinik-Neubau will deren Träger Josefs-Gesellschaft (JG) mit Sitz in Köln errichten, der die Spezialklinik und das Berufsförderungswerk Wildbad (BFW) im gemeinsamen Gebäudekomplex in der Nordstadt betreibt. Im Gespräch mit der PZ bestätigt BFW-Geschäftsführer Wolfgang Dings: „An dem Vorhaben bleiben wir konsequent dran“.
Die Heinrich-Sommer-Klinik ist eine Rehabilitationsklinik, die auf Patienten mit einer Querschnittlähmung oder vergleichbar schwerwiegenden neurologischen Erkrankungen spezialisiert ist. Ursprünglich war geplant, einen Neubau bis Ende 2025 zu errichten. Die 53 Betten am heutigen Standort decken den Bedarf auf Dauer nicht mehr. Die Platzreserven dort sind ausgeschöpft. Aber auch für das Neubau-Vorhaben hat die Corona-Pandemie Zeit gekostet und manches verzögert.
Jetzt soll Schwung in die Baumaßnahme kommen. Ein kleiner Architekten-Wettbewerb soll in Kürze umsetzbare Pläne bringen. „Wir stehen in einem guten Austausch mit der Stadt“, erklärt Wolfgang Dings. Bürgermeister Marco Gauger sei als Beiratsmitglied engagiert. In Kürze stehe der finale Beschluss zur Umsetzung des Vorhabens beim Träger auf der Tagesordnung des Aufsichtsrats. Nach dieser Entscheidung könnten konkretere Angaben zur Abwicklung gemacht werden.
Den vorgesehenen Bauplatz am Südende des Kurparks frei gemacht haben die künftigen Bauherren schon Ende 2018. Damals wurde das Windhof-Hotel aus den 1960er-Jahren abgebrochen, das zuletzt drei Jahrzehnte lang als Flüchtlingsunterkunft gedient hatte. Die künftigen Patienten der neuen Klinik werden dort den Vorteil haben, dass sie die Anlagen mit ihrer besonderen Erholungslandschaft entlang der Enz nahezu eben erreichen können. Auch am neuen Standort bleibt die Besonderheit erhalten, dass medizinische und berufliche Rehabilitation unter einem organisatorischen Dach stehen.
