Birkenfeld würdigt Lebenswerk: Ehrennadel des Landes für Margarete Strobel
Birkenfeld. Für ihr herausragendes und über Jahrzehnte hinweg gelebtes ehrenamtliches Engagement wurde Margarete Strobel mit der Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet. Im Rahmen der Eröffnung des Dorffestes würdigte die Gemeinde Birkenfeld den außergewöhnlichen Einsatz der 88-Jährigen für den Turnverein Obernhausen, die evangelische Kirchengemeinde Gräfenhausen und das Gemeinwohl.
Bürgermeister Martin Steiner hob in seiner Ansprache hervor, dass es Menschen gebe, die ein Ehrenamt ausübten – und Menschen, die ein Ehrenamt lebten. „Margarete Strobel gehört zweifellos zu dieser zweiten Gruppe“, betonte er.
Seit 1970 engagiert sich Margarete Strobel als Übungsleiterin beim Turnverein Obernhausen. Seit mehr als 55 Jahren steht sie Woche für Woche in der Turnhalle und motiviert Menschen zu Bewegung und gesundheitsfördernder Aktivität. Bereits 1975 übernahm sie zusätzlich die Leitung einer weiteren Fitnessgruppe für ältere Frauen. Dabei ging ihr Wirken stets weit über die Vermittlung von Gymnastikübungen hinaus. Über Jahrzehnte hinweg hat sie Menschen begleitet, ermutigt und Gemeinschaft geschaffen.
„Mit ihrer offenen Art, ihrem Einfühlungsvermögen und ihrer Verlässlichkeit wurde sie für viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu einer wichtigen Vertrauensperson“, heißt es in einer Pressemitteilung.
Bemerkenswert sei dabei auch ihr persönlicher Einsatz: Fort- und Weiterbildungen finanzierte sie oftmals aus eigener Tasche, weil für sie stets das Wohl der Menschen im Mittelpunkt stand. Seit 1981 leitet Margarete Strobel zudem ehrenamtlich eine altersgemischte Gymnastikgruppe der evangelischen Kirchengemeinde Gräfenhausen. Auch dort engagiert sie sich bis heute mit großer Begeisterung und beeindruckender Kontinuität.
In seiner Laudatio würdigte Steiner insbesondere die Werte, für die Strobel seit Jahrzehnten einstehe: Verantwortungsbewusstsein, Hilfsbereitschaft, Zusammenhalt und Nächstenliebe. „Sie haben Generationen von Menschen geprägt und unzählige Stunden Ihrer Freizeit verschenkt, ohne jemals etwas dafür zu erwarten. Sie haben gezeigt, was es bedeutet, Verantwortung für eine Gemeinschaft zu übernehmen“, so der Bürgermeister.
