Demokratie auf Reisen durch Pforzheim, Enzkreis und Kreis Calw
Es ist der sogenannte „Demokratiekoffer“, den das DDR-Museum Pforzheim gemeinsam mit dem Regionalverband Nordschwarzwald mit dem Theaterkünstler Raphael Mürle sowie Künstlerin und Initiatorin Sibylle Burrer als partizipatives Demokratieprojekt durch die Kulturregion Nordschwarzwald schickt.
„Wir befinden uns in einer Zeit hitziger Debatten und großer gesellschaftlicher Themen“, erklärt Sascha Klein, Direktor des Regionalverbands, beim Auftakttermin am Donnerstag im Kulturraum des Neuen Rathauses in Pforzheim. Mit Kunst und Kultur wolle man einen Ausgleich bieten – und Räume für Austausch schaffen.
Acht unterschiedliche Gruppen aus der Region gestalten in den kommenden Monaten im Rahmen des Projekts ihren eigenen „Demokratiekoffer“. Dafür bekommen sie zu Beginn ihres Workshops einen inhaltlichen Impuls zur Entwicklung der Demokratie in Deutschland durch Moritz Bach, Leiter des DDR-Museums, und Mürle. Im zweiten Teil sollen die Teilnehmer in den Austausch treten – und den Inhalt ihres „Demokratiekoffers“ gestalten. Der Kreativität seien bei dem Thema keine Grenzen gesetzt. Der Koffer als solches sei auch eher als Symbol zu verstehen, so Burrer. Auch so etwas wie ein Theaterstück oder Rap sei laut Mürle als Projekt denkbar – und könnte dann als Requisite im Koffer platziert werden.
Später sollen sich die Gruppen über ihre Projekte austauschen. So finde ein Zusammentreffen verschiedener Menschen statt, die normalerweise nicht aufeinandertreffen, erklären die Organisatoren. Teilnehmen würden Seniorenheime und Schulen, angefragt seien auch Bibliotheken. Auch aus dem Kunstatelier der Lebenshilfe kommen Bilder in einen „Demokratiekoffer“.
Gefördert wird das Projekt durch den Innovationsfonds Kunst des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.
Die „Demokratiekoffer“ werden am 8. November, 16 Uhr, in einer Ausstellung im DDR-Museum gezeigt. Der Eintritt ist frei.
