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Pforzheim -  04.02.2026
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Gleich drei neue Supermärkte: Rewe, Edeka und ein Discounter sollen Pforzheimer Innenstadt beleben

Über sechs Jahre hatte der Bereich um die Pforzheimer Fußgängerzone keinen Nahversorger – bald werden es drei sein. Ihre Angebote unterscheiden sich klar.

Als erstes wird – noch vor Ostern – der Rewe City am Leopoldplatz eröffnen. Der Supermarkt will vor allem mit Fertigprodukten zum direkten Verzehr punkten.
Als erstes wird – noch vor Ostern – der Rewe City am Leopoldplatz eröffnen. Der Supermarkt will vor allem mit Fertigprodukten zum direkten Verzehr punkten. Foto: Röhr

Vor vielen Jahren, noch vor Corona, hat der Edeka-Markt Pischzan in der Leopoldstraße geschlossen – und wurde von den Pforzheimer Innenstadt-Bummlern seitdem schmerzlich vermisst. Lange Zeit war die nächstgelegene Einkaufsmöglichkeit in der Innenstadt der Penny-Markt in der Goethegalerie. Jenseits des Leopoldplatzes Richtung Fußgängerzone kam lange nichts. Das wird sich in den kommenden Jahren ändern. Zwei Supermärkte und ein Discounter eröffnen nach und nach.

Den Startschuss macht der neue Rewe City, für den seit einer Weile große Umbauarbeiten im Gebäudekomplex neben dem „Goldenen Adler“ am Leopoldplatz laufen. Noch vor Ostern soll er eröffnen. Konzentrieren will er sich auf schnelles Essen auf die Hand: Sandwiches, Salate – vielleicht Fertig-Sushi, so kennt man es aus anderen City-Läden von Rewe. Daneben steht ein Sortiment mit 2500 Produkten zur Auswahl. Man konzentriert sich klar auf Schüler und Angestellte und deren kleinen Hunger in der Mittagspause.

Ganz anders: Der Edeka, der in das neue Sozialrathaus an der Leopoldstraße einziehen soll. „Dort wird der große Wocheneinkauf möglich sein“, sagt Markus Epple vom Wirtschafts- und Stadtmarketing (WSP), der dafür zuständig ist, die unterschiedlichen Bedürfnisse der Bürger, aber auch der investitionswilligen Unternehmen unter einen Hut zu bringen. Edeka will 10.000 bis 15.000 unterschiedliche Produkte anbieten und damit mindestens das Fünffache von Rewe City. Parkmöglichkeiten gebe es zwar nur begrenzt in diesem „Nukleus“, wie Epple den Innenstadtkern von Leopoldplatz bis zum Technischen Rathaus nennt. Aber die Zukunft sei seiner Meinung nach der fußläufige Einkauf, Carsharing oder andere Innovationen. So oder so: Es sei ein Gewinn, dass Edeka so viel Potenzial in der Pforzheimer Innenstadt sieht, dass sich das Geschäft lohne – auch neben Rewe und einem weiteren Discounter.

Wer letzteren führe – Norma, Netto, Penny, Lidl oder Aldi – ist noch nicht spruchreif, so Epple. Klar ist: Er wird in die neuen Gebäude des Projekts Schlossberghöfe, dort, wo heute noch das Technische Rathaus steht, einziehen. 4000 bis 5000 Artikel werden zur Auswahl stehen. Die Rathausmitarbeiter sowie die Mieter der ebenfalls dort entstehenden Wohnungen werden als Kunden ins Auge gefasst. „Jeder Marktanbieter sucht sich seine Nische“, sagt Epple. „Es wird immer ein ganz anderes Publikum angesprochen.“ Die bisherigen Parkplätze werden durch den Umbau verschwinden. Das Ziel: Diesen „ausgestorbenen“ Teil der Fußgängerzone wiederbeleben. Ein Bäcker mit Café und Außenbestuhlung soll für weitere Laufkundschaft sorgen.

Dass so viele Jahre kein Nahversorger für die Innenstadt gefunden werden konnte, lag an fehlenden Immobilien, so Epple. Gerne hätte man einen im Untergeschoss der Schlössle Galerie untergebracht. Aber die Anlieferzone des Einkaufszentrums reichte dafür nicht aus. Dort ist stattdessen C&A eingezogen.

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