Influenza legt Ludwig-Uhland-Schule in Birkenfeld lahm: Hunderte Kinder erkrankt
Birkenfeld. Eine heftige Krankheitswelle hat offenbar aktuell den Betrieb an der Ludwig-Uhland-Schule (LUS) in Birkenfeld in Teilen lahmgelegt. Dies geht aus einem Schreiben des Gesundheitsamts sowie einer Nachricht des Schulleiters Bernd Ordnung an die Eltern hervor, die der PZ vorliegen. Betroffene berichten von mehr als 200 erkrankten Kindern sowie 16 Lehrkräften.
Ordnungs Schreiben ist zu entnehmen, dass die ersten Ergebnisse zur Erregerbestimmung seitens der Hausärzte erkrankter Kinder beweisen: Es handelt sich um Influenza-B-Viren, die die Krankheitswelle an der LUS ausgelöst haben. Das Gesundheitsamt hat zudem Lehrkräfte am Krankenbett besucht und Abstriche zur Erregerbestimmung genommen. Bis Freitag müssen aufgrund des Lehrermangels die Realschulklassen 6 bis 9 zu Hause bleiben. Für die jüngeren Schüler sowie die Abschlussklassen findet der Unterricht nach Vertretungsplan statt. Für sie werden OP- und FFP2-Masken zur Verfügung gestellt. Das Tragen ist freiwillig. Nicht nur das dürfte an die Corona-Zeit erinnern: Der Hausmeister der LUS hat zudem den Auftrag bekommen, die während der Pandemie genutzten Handdesinfektionsspender wieder aufzustellen.
Auch das Gesundheitsamt wendet sich in einem Schreiben an die Eltern: Um die Infektionskette zu unterbrechen, müssen Erkrankte mit Symptomen wie Husten, Fieber oder Schüttelfrost der Bildungseinrichtung fern bleiben. Erst nach 48 Stunden Fieberfreiheit dürfen die Kinder wieder zur Schule gehen. Das Gesundheitsamt rät, dass Erkrankte möglichst drei bis fünf Tage zu Hause bleiben und den Kontakt zu anderen – insbesondere zu Personen mit erhöhtem Risiko für schwere Krankheitsverläufe – meiden sollen. Zudem wird für Einmaltaschentücher, Masken und regelmäßigem Lüften geworben. Der Auslöser des Krankheitsausbruchs ist offiziell nicht bekannt. Ein stufenübergreifendes Fußballturnier am vergangenen Freitag haben manche im Verdacht.
