Neue Pforzheimer Fußgängerzone sorgt bereits für Unmut
Pforzheim. Der Umbau ist gerdae zur Hälfte abgeschlossen, da sorgt die neue Fußgängerzone bereits bei einigen für Unmut. „Der Belag sieht aus, als ob er bereits 30 Jahre alt wäre“, klagt Karsten Jung, vom Modehaus Jung. Was ihn besonders ärgert: Die Einzelhändler hätten die Verwaltung bereits vor drei Jahren auf dieses Problem aufmerksam gemacht und darum gebeten, im Zuge der Neugestaltung auch die Bäume zu ersetzen.
Denn Läuse, die sich besonders gerne auf den Blättern von Linden tummeln und die ein zuckerhaltiges Sekret ausscheiden, sorgen für den klebrigen Film auf den neuen Platten. Er hofft deshalb, dass die Stadtverwaltung nun doch noch reagiert und die Bäume austauscht. Denn noch sei es möglich, die bestehende Bepflanzung zu ersetzen. CDU-Bundestagsabgeordneter Gunter Krichbaum pflichtet ihm bei: „Dass die Sitzgelegenheiten ausgerechnet unter den Linden stehen, halte ich für einen Schildbürgerstreich. Da wird sich doch niemand hinsetzen, wenn alles klebt.“ Er sieht daher nur zwei Möglichkeiten: „Entweder man tauscht die Bäume oder man lässt die Sitzbänke weg. Beides zusammen macht wenig Sinn.“Dass die Linden bleiben, sei eine Entscheidung der Bürger gewesen, rechtfertigt der städtische Sprecher Philip Mukherjee. Es sei eine Händler- und Bürgerbeteiligung durchgeführt und auf dieser Grundlage entschieden worden, die Linden zu behalten, um viel Grün in der Fußgängerzone zu haben.
Mehr lesen Sie am Mittwoch in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.
