Gemeinden der Region
Enzkreis -  15.02.2026
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Neues Demokratie-Projekt des Enzkreises: Aus der Theorie in die Praxis

Enzkreis. Enzkreis. Was sie erwartet, wissen die Organisatoren nicht, noch nicht. Trotzdem blicken sie voller Vorfreude auf das Projekt, das im März startet. Gemeinsam ausgerichtet von der Zentrale der Volkshochschule in Pforzheim und der Außenstelle in Königsbach, soll es Demokratie und bürgerschaftliches Engagement in den Mittelpunkt rücken. Unter dem Motto „Gemeinsam Zukunft gestalten“ will man Konzepte entwickeln und überlegen, wie ein gutes Leben jetzt und künftig gelingen kann.

VHS-Direktor Michael Tauschhuber, Angela Gewiese von der Freiwilligenagentur, VHS-Außenstellenleiterin Monika Ruthardt und Daniela Dauth vom Fachteam der VHS (von links) hoffen auf viele motivierte Teilnehmer.
VHS-Direktor Michael Tauschhuber, Angela Gewiese von der Freiwilligenagentur, VHS-Außenstellenleiterin Monika Ruthardt und Daniela Dauth vom Fachteam der VHS (von links) hoffen auf viele motivierte Teilnehmer. Foto: Nico Roller

Ziel ist es, Menschen aus den verschiedensten Lebensbereichen zusammenzubringen: Erwachsene und Senioren, aber auch Schüler und Studenten. „Jeder ist zum Mitmachen eingeladen“, sagt Monika Ruthardt, die die Königsbacher Außenstelle samt Familientreff leitet und die Initiative ergriffen hat. Ein ähnliches Projekt bei der Volkshochschule in Nürtingen kannte sie durch Rainer Nübel, der als Journalist und Professor für Medien- und Kommunikationsmanagement an der Hochschule Fresenius in Heidelberg tätig ist. Mit ihm hat Ruthardt an der Königsbacher Außenstelle bereits einige Veranstaltungen auf die Beine gestellt. In Nürtingen leitet er die hybride Plattform „Gutes Morgen zusammen“, die zuletzt auch beim Volkshochschultag in Stuttgart vorgestellt wurde. Ruthardt sieht darin „ein ganz tolles Projekt“, das als Inspiration für die Region dienen soll. Bewusst will man nur so wenig Vorgaben wie nötig machen.

Ziel ist es, den Austausch zu suchen, über Positionen zu diskutieren, vielleicht auch mal zu streiten, immer mit dem Ziel, konstruktive Ideen zu entwickeln. Wie das Ganze funktionieren kann, erklärt Nübel bei einer Auftaktveranstaltung am Donnerstag, 5. März, im großen Saal der Volkshochschul-Zentrale in Pforzheim. Dort fällt der Startschuss für die inhaltliche Arbeit, die bei monatlichen Stammtischen an Konturen gewinnen soll. Sie sind das Herzstück des Projekts. Aktuell plant man sie in Pforzheim und in Königsbach. Doch Ruthardt könnte sich gut vorstellen, weitere Stammtische ins Leben zu rufen.

„Wir sind immer für Vorschläge offen“, sagt Daniela Dauth, die zum Fachteam der Volkshochschule gehört. Sie weiß, dass das Projekt von den Ideen derjenigen lebt, die sich beteiligen wollen. Nach dem Motto: „Nicht nur meckern, sondern anpacken.“ Bei den Stammtischen können die Teilnehmer weitere Veranstaltungen entwickeln, etwa Vorträge und Workshops, immer mit Unterstützung der Volkshochschule, die durch ihr großes Netzwerk Referenten vermitteln und Kontakte herstellen kann. Dauth könnte sich gut vorstellen, dass sich Gruppen bilden, die einzelne Themen oder Anliegen weiter vorantreiben. Unterstützung bietet ihnen dabei auch die Freiwilligen-Agentur, die das Projekt begleitet und bewirbt. „Kooperationen sind das A und O“, sagt Koordinatorin Angela Gewiese, die hofft, dass das Projekt keine Eintagsfliege bleibt.

Anmeldung im Internet, Kursnummer 261-1001 e.