Steigende Kosten? Stadt will Friedhofs- und Bestattungsgebührensatzung erhöhen
Büchenbronn. Büchenbronn. Im Durchschnitt werden pro Jahr rund 1500 Sterbefälle in Pforzheim registriert. Dabei lag der Zuschussbedarf der Stadt im Jahr 2025 bei rund 2,4 Millionen Euro. Um Kosten zu sparen, soll nun zum 1. November eine neue Friedhofs- und Bestattungsgebührensatzung in Kraft treten. Damit will die Stadt einen Deckungsgrad der gebührenfähigen Kosten von rund 97 Prozent erreichen. Dazu zählen alle Grabnutzungs-, Bestattungs- und Verwaltungsgebühren, die nicht unter die Rubrik Unterhalt von Kriegs- oder Denkmalgräbern und jüdischen Friedhöfen fallen. Bei der Sitzung des Büchenbronner Ortschaftsrats am Mittwochabend im alten Rathaus erläuterte Tobias Dreher, Abteilungsleiter Grünflächen- und Straßenmanagement der Stadt, in welchen Bereichen künftig mehr Geld für Friedhofsruhestätten bezahlt werden muss. Den städtischen Antrag unterstützte das Büchenbronner Gremium bei acht Ja-Stimmen und einer Nein-Stimme.
Im Durchschnitt werden pro Jahr rund 1500 Sterbefälle in Pforzheim registriert. Dabei lag der Zuschussbedarf der Stadt im Jahr 2025 bei rund 2,4 Millionen Euro. Um Kosten zu sparen, soll nun zum 1. November eine neue Friedhofs- und Bestattungsgebührensatzung in Kraft treten. Damit will die Stadt einen Deckungsgrad der gebührenfähigen Kosten von rund 97 Prozent erreichen. Dazu zählen alle Grabnutzungs-, Bestattungs- und Verwaltungsgebühren, die nicht unter die Rubrik Unterhalt von Kriegs- oder Denkmalgräbern und jüdischen Friedhöfen fallen. Bei der Sitzung des Büchenbronner Ortschaftsrats am Mittwochabend im alten Rathaus erläuterte Tobias Dreher, Abteilungsleiter Grünflächen- und Straßenmanagement der Stadt, in welchen Bereichen künftig mehr Geld für Friedhofsruhestätten bezahlt werden muss. Den städtischen Antrag unterstützte das Büchenbronner Gremium bei acht Ja-Stimmen und einer Nein-Stimme.
Letzte Gebührenerhöhung 2019
Laut Dreher sei die Stadt bei der Gebührenerhöhung rund um den Friedhofsbetrieb der Forderung des Regierungspräsidiums Karlsruhe gefolgt, das von den Kommunen eine Gebührenanpassung mit Blick auf eine höhere Ertragskraft erwarte. 2019, zuletzt vor sieben Jahren, habe man in Pforzheim die Friedhofs- und Bestattungsgebühren erhöht, rief der Abteilungsleiter in Erinnerung und machte geltend, dass man im Vergleich zu Städten wie Mannheim oder Stuttgart noch deutlich unter deren Gebührensatzung liege. Geplant sei, in Pforzheim alle zwei Jahre die Gebühren anzupassen.
Gesetzmäßig zu trennen sind laut Dreher die Grabnutzungsgebühren, die Bestattungsgebühren und die Verwaltungsgebühren. Gerade der letztgenannte Posten schlage mit einer Kostensteigerung von 47 Prozent besonders ins Kontor. Bei den Bestattungsgebühren, inklusive der Nutzung von Trauerhallen, müsse mit einer Erhöhung von 14 Prozent gerechnet werden. Dafür sinke die Gebühr für günstige Reihengräber, die aber auf 25 Jahre Ruhezeit beschränkt sind, von 2500 Euro auf 1500 Euro. Bei Wahlgräbern (mit Verlängerung) steige die Gebühr leicht von 2600 auf 2850 Euro.
„Gerade bei Urnenbestattungen verzichten viele im Ort auf die Trauerhalle und Zusammenkünfte finden oft vor der Halle statt“ - Bernhard Schuler, Sitzungsleiter und stellvertretender Büchenbronner Ortsvorsteher
„Es steht zwar eine satte Gebührenerhöhung bevor. In diesen sauren Apfel müssen wir aber wohl beißen“, betonte Ortschaftsrätin Andrea Pachaly-Szalay (FDP) in der Diskussion. Dass die Nutzung von Trauerhallen bei Beerdigungen zumindest kostendeckend erfolgen müsse, machte Frank Rittmann (CSÖ) deutlich. Wobei Bernhard Schuler (CSÖ), der als Stellvertreter des verhinderten Ortsvorstehers Mario Röseling die Sitzung leitete, darauf hinwies, dass die Trauerhalle in Büchenbronn immer weniger genutzt würde. „Gerade bei Urnenbestattungen verzichten viele im Ort darauf und Zusammenkünfte finden oft vor der Halle statt“, so Schuler. Wobei Reinhard Klein (Bürgerliste) auf die Folgekosten von Bestattungen aufmerksam machte und hervorhob, dass alternative Bestattungsformen immer beliebter würden.
Auch im Pforzheimer Bau- und Liegenschaftsausschuss wurde die geplante Gebührenerhöhung kontrovers diskutiert. Sechs Mitglieder im Fachausschuss stimmten am Ende dafür, vier dagegen. Drei Ratsmitglieder enthielten sich. Bedenken gab es vor allem deshalb, weil man ärmeren Menschen in Pforzheim einen solchen Kostensprung nicht zumuten wolle. Über das Thema entscheidet am 13. Oktober der Gemeinderat.
