Von Solaranlage bis Whirlpool: Das bietet die Baumesse Pforzheim mit 180 Ausstellern
Pforzheim. Fußbodenheizung oder Heizkörper? Solarenergie vom eigenen Dach? Offene oder geschlossene Küche? Wer ein Haus baut oder die eigenen vier Wände renoviert, muss sich mit unzähligen Fragen beschäftigen. Und die Auswahl ist riesig. Einen Überblick will von Freitag bis Sonntag die Baumesse auf dem Pforzheimer Messplatz bieten. In drei großen Zelten präsentieren rund 180 Aussteller auf knapp 5000 Quadratmetern ihre Produkte und Dienstleistungen.
Schon zur offiziellen Eröffnung am Freitag um 10 Uhr waren die Zelte gut gefüllt. Besucher schlenderten von Stand zu Stand, ließen sich beraten und nahmen Produkte genauer unter die Lupe. Gerade ältere Menschen schätzten diese Veranstaltung, sagt Projektleiter Patrick Ivic-Matijas. „Die ältere Generation, die teilweise auch nicht so geübt im Umgang mit dem Internet ist, schätzt die Beratung vor Ort.“
Besonders gefragt sind derzeit Themen rund um Energie und Klimaschutz. „Ein immer größeres Thema ist bei uns Solarenergie“, sagt Ivic-Matijas. Doch wer durch die drei Messezelte läuft, findet längst nicht nur Solarmodule, Fenster, Böden, Sanitärtechnik oder Küchen. Zwischen den klassischen Angeboten rund ums Bauen und Renovieren stehen auch Betten und Saugroboter. Selbst Saunen und Whirlpools können die Besucher unter die Lupe nehmen. Und auch das vernetzte Zuhause spielt eine immer größere Rolle: Smarthome-Lösungen würden zunehmend nachgefragt.
Wer nicht nur schauen, sondern tiefer einsteigen möchte, kann sich in einem separaten Vortragsraum informieren. Auf dem Programm stehen unter anderem das neue Heizungsgesetz, Energieberatung und altersgerechte Bäder. Die Stadtwerke Pforzheim (SWP) informieren beispielsweise über „Strom vom eigenen Dach“ und zukünftige Wärmelösungen. Für die SWP gehe es bei der Messe vor allem darum, für die Kunden sichtbar zu sein und direkt über die eigenen Angebote beraten zu können, sagt Kerstin Eschler, Bereichsleiterin Vertrieb.
Pforzheim ist für die Veranstalter längst ein fester Termin im Messekalender. Seit 2019 schlagen sie hier ihre Zelte auf. Daneben macht die Baumesse unter anderem in Heidelberg, Essen, Landau und Tübingen Station.
„Wir sind sehr zufrieden mit diesem Standort. Pforzheim hat ein sehr interessantes Umland, das wir ansprechen“, sagt Udo Erlei, Geschäftsführer der Baumesse GmbH.
Ein Selbstläufer sind solche Veranstaltungen allerdings nicht. Steigende Preise, etwa für die großen Messezelte, machen die Organisation zunehmend teurer. Noch blicken die Veranstalter dennoch optimistisch auf den Standort – nicht zuletzt wegen der Besucherzahlen.
Rund 17.000 Menschen aus Pforzheim und dem Umland kamen laut Ivic-Matijas im vergangenen Jahr auf den Messplatz.
„Diese Zahl werden wir bestimmt wieder erreichen können“, sagt Erlei.
Insgeheim dürfte die Messlatte aber etwas höher liegen: Die Veranstalter hoffen, die Besucherzahl in diesem Jahr noch zu übertreffen.
